Aktuell

Herbstwerkstatt 2022

Die Herbstwerkstatt 2022 findet vom 26. bis 30. September 2022 am Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien statt.

Die Werkstattwoche beginnt mit einem gemeinsamen Auftakt am Montag, dem 26. September, um 18:00 Uhr (Ort wir noch bekannt gegeben).

Die Methodenworkshops finden am Samstag, dem 1. Oktober 2022 von 09:00 bis 16:00/16:30 Uhr statt.


Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie hier


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Vortrag im Rahmen der Herbstwerkstatt

Dienstag, 27. September, 18:30 Uhr, Der Vortragsort wird rechtzeitig bekanntgegeben.

„Bildung und Forschung im falschen Leben - Reflexivität, Objektivität und das Verschwinden von Kritik“
Astrid Messerschmidt, Bergische Universität Wuppertal (D)

Astrid Messerschmidt ist Erziehungswissenschaftlerin und Erwachsenenbildnerin und seit 2016 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität Wuppertal. Davor hatte sie verschiedene Professuren an der Technischen Universität Darmstadt, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, der Universität Flensburg und Gastprofessuren in Wien und Innsbruck.

Sie promovierte 2003 mit einer Arbeit zum Umgang mit dem Holocaust-Gedächtnis und habilitierte sich 2009 mit einer Studie zur Bildungsarbeit im Kontext von Globalisierung, Migration und Zeitgeschichte. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Migrationsgesellschaftliche Bildung und Rassismuskritik, Antisemitismuskritik; Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung; Bildungsarbeit in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus; Kritische Bildungstheorie.


Workshops

W1
Interpretation biographisch-narrativer Interviews im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit

mit Dorothee Schwendowius, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Nadja Thoma, Universität Wien/EURAC Research, Bozen

Samstag, 1. Oktober 2022, 09:00 bis 16:00/16:30 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Unkostenbeitrag: 50 €
maximale Teilnehmendenzahl: 12

W2
Bildung, Politik und Ungleichheit – Diskursanalytische Zugänge

mit Christine Thon, Europa-Universität Flensburg

Samstag, 1. Oktober 2022, 09:00 bis 16:00/16:30 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Unkostenbeitrag: 50 €
maximale Teilnehmendenzahl: 12

W3
Subjektivität und Reflexivität im Forschungsprozess

mit Phil C. Langer, International Psychoanalytic University Berlin/ Goethe-Universität Frankfurt

Samstag, 1. Oktober 2022, 09:00 bis 16:00/16:30 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Unkostenbeitrag: 50 €
maximale Teilnehmendenzahl: 12

W4
Interpretationstexte schreiben und überarbeiten

mit Daniela Rothe, Universität Innsbruck

Samstag, 1. Oktober 2022, 09:00 bis 16:00/16:30 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Unkostenbeitrag: 50 €
maximale Teilnehmendenzahl: 8


Herbstwerkstatt

Die Herbstwerkstatt Interpretative Forschungsmethoden ist ein Ort der Qualifizierung und Reflexion für Promovierende und andere interessierte Forschende, die mit interpretativen Forschungsansätzen arbeiten. Hintergrund der 2008 gegründeten und erstmals durchgeführten Herbstwerkstatt war die Überlegung, dass qualitative Forschung in ihrer konkreten Praxis, insbesondere in der Arbeit am Material, durch kommunikative Formen des gemeinsamen Interpretierens abgesichert und reflektiert werden sollte.

Die qualitative Untersuchung von Text-, Film- und Bildmaterial, das in Forschungsprozessen erzeugt, verwendet und archiviert wird, ist eine auslegende, deutende, re- oder ko-konstruierende, allgemein: eine interpretative Forschungspraxis. Interpretative Forschung ist in besonderem Maße auf kommunikative Räume zur Auseinandersetzung mit dem jeweils untersuchten Material angewiesen – auf Räume zur Erprobung von Lesarten, ihrer Modifikation und Sicherung sowie zur Thematisierung erkenntnispolitischer, methodologischer und methodischer Fragen.

Die Herbstwerkstatt findet einmal im Jahr, in der Regel im September, jeweils im Wechsel an der Universität Wien (A) und der Universität Bielefeld (D) statt. In einem zeitlichen Rahmen von fünf Tagen und in überschaubaren Gruppen wird ein Raum für intensive Auseinandersetzung mit methodologischen und methodischen, theoretischen und praktischen Fragen interpretativer Forschung geschaffen. Im Zentrum steht die Reflexion der Forschungspraxis der Teilnehmenden, die von einem erfahrenen Team angeleitet und begleitet wird. Workshops zu ausgewählten Forschungsmethoden und ‑problemen ergänzen das Angebot.